Freitag, 23. Mai 2014

Sonne auf dem Teller und im Herzen

Und schon wieder ist eine längere Blog-Pause entstanden und das völlig unfreiwillig. Mein Alltag wechselt momentan zwischen Turbo-Gang und absoluter Entschleunigung beinahe wöchentlich hin und her, da fehlt mir einfach so oft die Ruhe zum Schreiben. Das bedeutet allerdings nicht, dass in den letzten Wochen nicht ganz wunderbarer Küchenkrams produziert wurde, sogar fotografisch festgehalten habe ich all die Köstlichkeiten. 


Vielleicht fehlt mir auch gar nicht so sehr die Ruhe zum Schreiben, sondern vielmehr die notwendige Offenheit - eine Schreibblockade? Vielleicht! Mein Leben verändert sich seit Beginn des Jahres in immer größer werdenden Schritten. Alles ist im Fluss, jeder Tag birgt eine neue (kleine oder große) Überraschung, mein Privatleben steht Kopf. Und ich merke, wie persönlich dann doch die eine oder andere Anekdote auf meinem Blog in der Vergangenheit war (und diese es definitiv auch ist!!!) und wie schwer mir genau diese Art zu Schreiben gerade fällt. Klare Worte für meine Inspirationen zu finden ist gerade kaum möglich, klar ist nämlich so überhaupt nichts zur Zeit. Allerdings beginne ich langsam diese Zeit des Aufbruchs wertzuschätzen, neue Chancen in ihr zu erkennen, den Weg auf der Suche nach mir selbst immer weiterzugehen um Neues zu erfahren und auszuprobieren. Das gilt genauso für das Leben mit all seinen zwischenmenschlichen Beziehungen und Begegnungen, wie auch für meine Koch- und Backleidenschaft. Nach manch anstrengendem Arbeitstag setze ich auf altbewährtes, wie den von mir in letzter Zeit beinahe schon unzählige Male zubereiteten Honig-Senf-Lachs mit Röstgemüse und wieder ein anderes Mal setze ich ganz zielstrebig um, was ich mir schon lange vorgenommen hatte, wie zum Beispiel das Zubereiten von Sushi ohne die Nummer vom Lieferservice zu wählen. Auch experimentiere ich zur Zeit sehr gern - so ist beispielsweise der so herrlich nach Sommer schmeckende Rucola-Salat mit Erdbeeren und Avocado entstanden.


 Für eine große Single-Portion zum Sattwerden oder als Beilage zum Grillen werden folgende Zutaten benötigt:

150 Gramm Rucola (oder mehr)
1 Handvoll Erdbeeren, gewürfelt
1/2 Gurke,  ohne Kerne, in Halbmonde geschnitten
1/2 Avocado, in Spalten geschnitten
Erdbeeressig
Olivenöl
Honig oder Agavendicksaft
Salz
Pfeffer
evtl. Parmesansplitter

Rucola, Erdbeeren, Gurke und Avocado auf einer Platte anrichten. Aus Erdbeeressig (gibt es zum Beispiel bei Oil & Vinegar), Olivenöl, Honig oder Agavendicksaft, Salz und Pfeffer - wie immer nach Gefühl - eine Vinaigrette zaubern und über den Salat geben. Wer mag gibt noch ein paar grobe Parmesansplitter darüber. 

Habt ein wundervolles Wochenende mit hoffentlich ordentlich Gewitter, damit sich die Temperaturen wieder der Jahreszeit anpassen!

Donnerstag, 1. Mai 2014

HAPPY BIRTHDAY KÜCHENKRAMS

Da bin ich wieder - zurück an der Blogger-Front - nach einer kleinen Blog-Pause. Irgendwie ist das gerade eine sehr besondere Zeit für mich. Alles ist im Fluss - Vieles verändert sich, Altes bleibt, Neues kommt hinzu - so auch der neue Monat Mai, den wir seit heute morgen begrüßen dürfen. Einen kurzen Schwenk muss ich aber noch zurück in den April machen - mein kleines Küchenkrams-Projekt ist nämlich am 22. April 2 Jahre alt geworden. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Zur Feier des Tages, wenn auch verspätet, gibt es deshalb heute ein Rezept für wunderbar fluffige Pfirsich-Melba-Vanilla Cup Cakes.


Für 8 - 10 große Muffins werden folgende Zutaten benötigt:

200 Gramm Weizen-Vollkornmehl
1 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
60 Gramm Kokosflocken
65 Gramm Rohrzucker
2 Pfirsiche, gehäutet oder aus der Dose
80 Gramm Himbeeren, frisch oder TK
1 Ei
1 EL Sonnenblumenöl
100 Gramm Naturjoghurt
125 ml Buttermilch

Das Mehl zusammen mit Backpulver, Natron und den Kokosflocken in einer Schüssel miteinander vermengen. In einer weiteren Schüssel den Zucker mit dem Ei, Öl, Joghurt und Buttermilch schaumig rühren, die Mehlmischung hinzufügen und nur so lange rühren bis ein homogener Teig entstanden ist. Die Pfirsichhälften in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Himbeeren vorsichtig unter den Teig heben. Die Muffinform leicht einfetten und mit Mehl bestäuben oder Papierförmchen hineingeben und die Mulden zu 2/3 mit Teig befüllen. Bei 180 Grad für 20 bis 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Anschließend auskühlen lassen und ggf. aus einer halben Flasche Vanilla Cremefine, 1 Päckchen Vanillezucker und 4 EL Frischkäse mit dem Handmixer ein Topping aufschlagen und damit die Cup Cakes verzieren. 

Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in den Monat mit der Nummer 5 und melde mich ganz bald mit neuem Küchenkrams wieder.

Freitag, 11. April 2014

Carrot-Cake Pops

Die Cake Pop-Mania hat wieder zugeschlagen und mittlerweile quietsche ich schon selbst, während ich die kleinen Teigkugeln produziere und die Küche in ein semi-professionelles Streusel-Dekorations-Schokoladen-Schmelz-Labor umfunktioniere. Sie haben es mir schlichtweg angetan, die kleinen Kuchenlollies. Ich bin jedes Mal ganz aufgeregt, wenn ich die Form aus dem Ofen hole, den Deckel abnehme und mir hoffentlich 18 wunderschön geformte Teigkugeln entgegenhüpfen. Auch habe ich bereits meinen ersten Cake Pops-Workshop gegeben und einer lieben Freundin gezeigt, wie einfach es ist, die kleinen Wunderwerke herzustellen. Im Mai darf ich eine Hochzeit mit meinen Kuchenlollies beliefern – das Cake Pop-Business schreitet voran!!! In schon leicht vor-österlicher Stimmung habe ich mich am vergangenen Wochenende zu Carrot-Cake Pops mit kleinen Marzipanmöhrchen hinreißen lassen – sind die niedlich geworden! Der Teig ist ganz fluffig und zimtig und die Mischung aus gemahlenen Mandeln, Möhrchen und weißer Schokolade ist zum Dahinschmelzen.


Für 18 Carrot-Cake Pops werden folgende Zutaten benötigt:

50 Gramm Butter
90 Gramm Möhren, fein geraspelt
75 Gramm brauner Zucker
1 Ei
1 ½ TL Backpulver
90 Gramm Mehl
30 Gramm gemahlene Mandeln + etwas mehr zum Verzieren
½ TL Zimt
1 TL Öl
150 Gramm weiße Schokolade
18 kleine Marzinpanmöhrchen


Die Butter in einem Topf schmelzen und anschließend mit den Möhren, dem Zucker und dem Ei zu einem glatten Teig verrühren. Das Mehl mit Backpulver, den gemahlenen Mandeln und Zimt verrühren und unter den Teig heben, dabei nur so lange rühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Cake Pop-Form ganz leicht mit etwas Öl bepinseln, den Teig mithilfe eines Spritzbeutels in die Förmchen füllen und 10 bis 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Ober- und Unterhitze) backen. Die Kugeln anschließend auskühlen lassen. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und zunächst nur die Stiele befestigen. Erneut abkühlen lassen. Zum Schluss die Cake Pops mit Schokolade überziehen und evtl. mit gemahlenen Mandeln und den kleinen Marzipanmöhrchen verzieren.
 
Fertig ist das große Cake-Pops-Glück!

Sonntag, 30. März 2014

Soulfood-Sonntag: Honig-Senf-Lachs mit Röstgemüse

Ein wunderbar frühlingsfrisches Wochenende mit viel Bewegung, wunderbaren Begegnungen, einem leckeren veganen Eis und einer neu-entdeckten Location an der Rummelsburger Bucht - die Hafenküche - liegt hinter mir - zufrieden und entspannt läute ich nun den Sonntagabend ein - die Sonne steht tief über der Spree und scheint direkt ins Wohnzimmer. Ich fühle mich erholt, schon beinahe von innen aufgeheizt, so warm war es heute im Berliner Friedrichshain. Was könnte da jetzt besser passen als ein locker leichtes Abendessen, fix im Ofen zubereitet und ohne schlechtes Gewissen zu genießen - bei mir wird gesunde Ernährung und Sport momentan nämlich groß geschrieben. Es tut gut auf sich Acht zu geben - die Balance zu finden - und es ist kaum zu glauben, wie viel Einfluss die Ernährung auf das allgemeine Wohlbefinden nimmt. Damit auch ihr lieben Küchenkrams-Freunde etwas für euer kulinarisches Wohlbefinden tun könnt, kommt nun das Rezept für eine große Portion Soulfood.


Honig-Senf-Lachs mit Röstgemüse

4 Karotten, oder mehr
1/2 Pastinake, oder mehr
2 kleine Zwiebeln
eine halbe frische Knolle Knoblauch
1 Lachsfilet
1 EL körniger Senf
1 EL Honig
1 EL Balsamico
Salz 
Pfeffer
Olivenöl
1 Zweig Rosmarin

Eine ofenfeste Form mit Backpapier auslegen. Die Karotten schälen. Die Pastinake ebenfalls schälen und in ca. 10 cm lange Stifte schneiden. Die Zwiebeln vierteln, den Knoblauch in Scheiben schneiden. Das Gemüse in die Form legen, salzen, pfeffern und mit Olivenöl besprenkeln. Das Gemüse für zunächst 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) geben. In der Zwischenzeit das Lachsfilet waschen, trocken tupfen und salzen. In einer kleinen Schüssel aus Senf, Honig, Balsamico und kleingehackten Rosmarinnadeln eine Marinade herstellen. Nach 20 Minuten das Gemüse wenden und für weitere 10 Minuten rösten. Nach insgesamt 30 Minuten den Lachs zusammen mit der Marinade auf das Gemüse geben und für weitere 10 Minuten in den Ofen geben - anschließend auf einem Teller anrichten und das herrlich locker leichte Abendessen genießen.

Ich wünsche euch einen sonnigen und entspannten Start in die neue Woche!

Samstag, 22. März 2014

Die ganz große Küchenliebe und ein Rezept für sagenhaft leckere Apfel-Zimt-Schnecken


„Gestatten, mein Name ist KitchenAid – Frau KitchenAid!!! Und ich bin ihre neue Küchenaushilfe.“ So in etwa gestaltete sich die erste Begegnung zwischen meinem neuen Küchenschätzchen und mir im letzten Sommer. Das Bewerbungsgespräch haben dankenswerter Weise meine Eltern damals für mich geführt und beschlossen, dass der Tochter, nun wo sie nach der Studienzeit in das Berufsleben einsteigen wird, eine Küchenhilfe für den Rest ihres Lebens zustehen sollte – schließlich wolle man auf Selbstgebackenes auch in Zukunft nicht verzichten, schon gar nicht aus eventuellem Zeitmangel. Ehrlich gesagt, musste sich Frau KitchenAid zunächst mit den eher niederen Tätigkeiten abgeben, wie einfach nur schön auszusehen, da der böse Faktor Zeit damals komplett von vorzunehmenden Renovierungsarbeiten in Anspruch genommen wurde. Irgendwann dann aber durfte sie endlich zeigen was in ihr steckt und nun sind mein Küchenschätzchen und ich unzertrennlich – Frau KitchenAid, ich bekenne mich nun ganz offiziell zu Ihnen – Sie haben die Probezeit mit Bestnote bestanden und im Sturm mein Herz erobert! Und damit ihr lieben Küchenkrams-Freunde euch ebenfalls von ihrer sagenhaften Küchenhilfepower überzeugen könnt, habe ich Frau KitchenAid damit beauftragt für herrlich leckere Apfel-Zimt-Schnecken, fluffigsten Hefeteig zu kneten.

 
 Für 12 Apfel-Zimt-Schnecken werden folgende Zutaten benötigt:

240 Gramm Mehl
½ EL Trockenhefe
4 EL Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
50 Gramm Margarine
1 Ei
65 ml Milch
4 Äpfel
1,5 TL Zimt
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 EL Zitronensaft

Die Margarine in einem kleinen Topf schmelzen. In einer großen Schüssel Mehl, Trockenhefe, 1,5 EL Zucker, Vanillezucker und Salz vermischen. Die geschmolzene Margarine, das Ei und die Milch (bis auf 2 EL) unter die Mehlmischung geben und das Ganze (von Frau KitchenAid) zu einem glatten Teig verarbeiten (lassen). Den Teig an einem warmen Ort zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Äpfel in einer Pfanne, gemeinsam mit dem restlichen Zucker, dem Zimt, der Zitronenschale und dem -saft kurz andünsten.

Den Teig nach 30 Minuten erneut gut durchkneten (lassen) und anschließend zu einem Rechteck ausrollen. Die Apfelmasse darauf verteilen und das Rechteck von der kurzen Seite her aufrollen. Die Teigrolle in 12 Scheiben schneiden und diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech mit reichlich Abstand legen. Die Schnecken erneut für ca. 20 Minuten gehen lassen. Anschließend mit der restlichen Milch bestreichen und für ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad goldbraun backen.

Bravo, Frau KitchenAid! Mit so einer frisch gebackenen Apfel-Zimt-Schnecke und einem großen Schluck Kaffee verkrümel ich mich jetzt mit bester und neuester Blog-Lektüre in Buchform - ich werde demnächst berichten - aufs Sofa und genieße mein Wochenende!


 Macht es euch gemütlich – ob drinnen oder draußen, Hauptsache mit einer Apfel-Schnecke in der Hand!